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Biodiesel aus Jatropha

Die Purgiernuss (Jatropha curcas) wird in letzter Zeit - vor allem mit dem Hintergrund der "Teller gegen Tank" Debatte - als idealer Rohstoff für die Biodieselproduktion diskutiert. Dieser immergrüne Strauch kann einige Vorteile gegenüber den sonst gebräuchlichen Energiepflanzen bieten, man muss aber auch einige Risiken und Herausvorderungen betrachten.

Vorteile:

Herausvorderungen:

Diesen Herausvorderungen kann unserer Ansicht nur begegnet werden, wenn man sowohl bei der Produktion als auch bei Weiterverarbeitung und Distribution mit dezentralen, regional begrenzten Strukturen arbeitet. Idealerweise betreiben ein oder mehrere Dörfer Jatrophaplantagen in der Größenordnung von 2000 - 10000 Hektar. Die Nüsse werden nach der Ernte in einer geeigneten dezentralen Ölpresse verarbeitet (Kaltpressung), das Öl wird dezentral zu Biodiesel umgeestert. Die Rückstände aus der Pressung (Schalen und Presskuchen) sowie die Nebenprodukte der Biodieselproduktion (Glycerin und Waschwasser) können in einer Biogasanlage zur Stromgewinnung umgesetzt werden. Auf diese Weise wird die größtmögliche Wertschöpfung realisiert, die Landwirtschaft und die Unternehmen vor Ort profitieren von diesem nachhaltigen Ansatz!

Wir haben unsere modularen vollautomatisierten Biodieselsysteme speziell für den dezentralen Einsatz entwickelt! Unsere Versuchergebnisse mit Jatropha weisen darauf hin, dass mit unseren Containeranlagen auch aus diesem Öl hervorragender Biodiesel mit Ausbeuten > 99 % produziert werden kann!