RMEnergy-Systeme zur dezentralen Biodieselproduktion
Mit den von uns entwickelten Container-Systemen zur dezentralen Biodieselproduktion sind je nach Ausführung Produktionskapazitäten von 500, 1000, 1800 oder 3600 Tonnen/Jahr pro Container (30 bzw. 40 ft) möglich. Mit diesen Kapazitäten kann der Kraftstoffbedarf von größeren landwirtschaftlichen Einzelbetrieben bis hin zu größeren Speditionen gedeckt werden.
Bei unserem innovativen System laufen alle Prozessschritte erstmals batchweise vollautomatisiert in einem Reaktionsbehälter ab. Dadurch kann im Vergleich zu herkömmlicher Raffinerietechnik erst das für Containerlösungen reduzierte Anlagenvolumen realisiert werden. Durch den Entfall von ansonsten benötigten weiteren Reaktoren, Absetz- und Waschbehältern sowie den entsprechenden Pumpen, Ventilen, Fittingen, Messtechnik,... kann ein vergleichsweise niedriger Einstandspreis realisiert werden. Bei dem größeren System (RMEnergy 4000) werden zwei Batch-Reaktoren im Parallelbetrieb gefahren, d.h. Pumpen, Ventile, Heizaggregate usw. können in einer Ausführung doppelt genutzt werden. Das batchweise Produktionsverfahren gewährleistet ferner eine sehr hohe Prozesssicherheit und die größtmögliche Flexibilität im Bezug auf unterschiedliche Rohstoffe. Die Ansteuerung der Anlagentechnik ist über eine speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) automatisiert. Die Steuerung und entsprechende Kontrollinstrumente sind so ausgelegt, dass eine Anlagenstörung in jedem Fall erkannt wird und der Prozess selbstständig abbricht.
Über Visualisierung und Datenaufzeichnung wird die ständige Prozesskontrolle sichergestellt. So wird ein reproduzierbarer Herstellungsprozess möglich und der Arbeits- und Überwachungsbedarf minimiert. Zur Bedienung der Anlagen sind keine spezialisierten Kenntnisse erforderlich; sie arbeiten vollautomatisch im 24-Stunden-Betrieb weitestgehend ohne Bedienpersonal.
Alle produktberührenden Komponenten sind in unseren Systemen in Edelstahl oder biodieselbeständigen Kunststoffen (Viton bzw. Teflon) ausgeführt. Auf kupferhaltige Materialien (z.B. Messingarmaturen, Kupferdichtungen,...) wird komplett verzichtet, da sie die Biodieselalterung beschleunigen würden.
Unsere Biodiesel-Systeme sind komplett nach ATEX-Richtlinien ausgelegt, d.h. es werden nicht nur Ex-geschützte Komponenten verwendet, diese Komponenten werden auch nach ATEX-Gesichtspunkten im Prozess eingesetzt. So ist z.B. die Beheizung der Reaktoren indirekt über Wärmetauscher gelöst, da bei Direktbeheizung u.U. Temperaturen über der Zündtemperatur von Methanol erreicht werden können, was unweigerlich zu einem Brand bzw. einer Explosion führt. Das Anlagenkonzept wurde vom TÜV hinsichtlich Explosionsschutz und Sicherheit geprüft und durchlief erfolgreich an mehreren Standorten eine Prüfung nach Bundes-Immissionsschutzgesetz.
Lesen Sie weiter: