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Belagsbildung im Einspritzsystem

Pflanzenölkraftstoff und Biodiesel sind aufgrund eines mehr oder weniger hohen Anteils an ein- und mehrfach ungesättigten Fettsäureresten leichter oxidierbar als mineralischer Dieselkraftstoff. Da es sich bei diesem Verderbnisprozess um eine autokatalytische Radikal-Kettenreaktion handelt, kann nach dem Initialisieren der Oxidation (z.B. durch Licht oder katalytisch wirkende Metalle wie Kupfer) und dem vollständigen Verbrauch der natürlich vorliegenden Antioxidantien (z.B. Vitamin E aus dem Rapsöl) die Reaktion sehr schnell unter Molekülabbau und -aufbau von statten gehen. Die dabei entstehenden kurzkettigen organischen Säuren wirken sich korrosiv auf die hochlegierten Stähle des Einspritzsystems aus, die durch Polymerisation entstehenden harzähnlichen Verbindungen bilden Beläge im kraftstoffführenden System. Es wird von Filterverstopfungen, eingeschränkter Dynamik bewegter Teile, Verkokung der Einspritzdüsen und damit verbundenem Leistungsverlust, erhöhten Emissionen und auch Komplettausfällen berichtet.

Um solche Auswirkungen zu verhindern ist die Einhaltung des Grenzwertes für die Oxidationsstabilität [110 °C] von 6 h, wie in den Normen vorgeschrieben, dringend erforderlich. Neben hoher Qualität der Rohstoffe und kurzer Lagerdauer, sollte auch beim Biodiesel-Herstellungsprozess auf möglichst schonende Prozessführung und geringen Kontakt mit Luftsauerstoff geachtet werden.

Unsere Konzepte sind grundlegend so ausgelegt, dass nur ein Minimum an Kontakt zu Luftsauerstoff stattfindet und schädliche Temperaturspitzen komplett vermieden werden. Lichteinfluss (z.B. durch transparente Tanks oder Schläuche) oder der Einsatz kupferhaltiger Materialien (z.B. Messingventile, Kupferdichtungen, Messing-Pumpenköpfe) wird bei unseren Konzepten komplett ausgeschlossen. Darüber hinaus kann bei unseren Systemen Pflanzenöl oder Biodiesel mit schlechterer Qualität durch die Additivierung mit entsprechenden Antioxidantien sicher auf Normqualität eingestellt werden.