Biodiesel aus Algen
In letzter Zeit werden - gerade vor dem Hintergrund der „Teller gegen Tank" Debatte - Mikroalgen als alternative Biomassequelle diskutiert. Die übertrieben positiven Darstellungen in der Presse können den Eindruck erwecken, als hätte man hier einen allumfassenden Heilsbringer gefunden, der den landwirtschaftlich erzeugten Biomasse-Arten weit überlegen ist.
Wir begrüßen ausdrücklich die Entwicklungen auf diesem Gebiet, möchten allerdings hier kurz den aktuellen Stand aufzeigen.
Vorteile:
- Extrem schnell wachsende Biomasse
- Hohe „Flächenerträge" möglich
- Gezielte Speicherung von CO2 möglich (z.B. aus Kraftwerksabgasen!)
- Sehr gute Eignung des Algenöls zur Biodieselproduktion
Risiken und Herausforderungen:
- Algen-Kultivierung in sog. Photobioreaktoren ist sehr aufwändig
- Extrem hoher Invest → Annuität drückt auch bei sehr langer Laufzeit zu stark auf den Literpreis!
- Hoher Energieaufwand zur Algenherstellung (bis zu 50 % der im Öl verfügbaren Energie!) → verbesserungswürdige Ökobilanz!
- Kosten für die Erzeugung von Algenöl liegen im Moment auch bei propagierten „Billliglösungen" mindesten 100 % über den Kosten für landwirtschaftlich erzeugte Öle!
Wenn über verbesserte Verfahrenstechnik die Erzeugungskosten und der Energieaufwand für Algenöle in Bereiche von herkömmlichen Pflanzenölen gedrückt werden können sind diese Öle sicherlich eine interessante Alternative zum Einsatz von Speiseölen zur Biodieselproduktion.
Unsere modularen vollautomatisierten Biodieselsysteme sind speziell für den dezentralen Einsatz entwickelt und würden sich daher herrvorragend für Algenfarmen von 20 - 200 Hektar eignen. Unsere Erfahrungen weisen darauf hin, dass mit unseren Containeranlagen auch aus diesem Öl hervorragender Biodiesel mit Ausbeuten > 99 % produziert werden kann!